Quantified self – die Gadgetschlacht und was es alles Neues gibt.

Posted on Jan 9, 2014 in Gadgets, Quantified Self | One Comment
Quantified self – die Gadgetschlacht und was es alles Neues gibt.

Die Einstiegsdroge bei Quantified Self ist der Activity-Tracker. Darüber und über meine Erfahrungen mit den unterschiedlichen Produkten habe ich in diesem Artikel schon berichtet. Jetzt treiben wir den Nerdism mal auf die Spitze. Hier findet ihr all die Produkte, die meist die Reaktion eines Kopfschüttelns und dem Satz „Oh Mann Rebecca, du mal wieder!“ nach sich ziehen würden, wenn ich sie hätte.

Hier präsentiere ich die aktuellen Projekte und Produkte, die das Leben sicherlich irgendwie einfacher machen. Und die Diskussion ob sie lebensnotwendig sind – nein, die führen wir gar nicht erst.

Erst einmal gibt es eine ganze Reihe Hersteller, die jetzt mit eigenen Activity-Gadgets auf den Markt drängen. Aber da wird es sich eben noch zeigen müssen, was diese können und wie sie im Vergleich zu den Marktführern abschneiden.

Sony  Core
Nicht nur ein Fitness-Tracker, sondern es soll uns auch bei Anrufen benachrichtigen, Lebens-Events „bookmarken“, gesharte Bilder aufzeichnen und das passende Wetter dazu registrieren… also die Historie von allem. Ein bisschen spooky, mal schauen was daraus wird.
Hier findet ihr mehr dazu

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Polar Loop
Ich benutze seit über 10 Jahren die Polar-Produkte um meine Herzfrequenz beim Sport zu tracken. Also sowas wie mein allererstes Quantified Self-Produkt. Nun will Polar mit dem Loop uns dazu bringen, den Herzfrequenz-Messergurt den ganzen Tag umgeschnallt zu haben (uff!) und mit Hilfe des Trackers also nicht nur Bewegung sondern auch Herzfrequenz zu speichern. Ich finde den Gurt auf Dauer sehr unbequem. Mh, ob sich das durchsetzt?
Hier findet ihr mehr Infos

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LG Lifeband Touch
Kann alles, was die anderen Fitbit-Fuelbands auch können. Zusätzlich hat es ein OLED-Display und soll nicht nur unsere Anrufe melden, sondern von dem Wristband aus sollen wir auch unsere Musik steuern können. Wirkt für mich nicht so überzeugend.
Mehr hier

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Garmin Vivofit
Zusätzlich zu allen üblichen Funktionen soll das Vivofit unsere Statistiken mit einem Algorithmus abgleichen, der unsere Ziele immer wieder anpasst und vor allem immer wieder ein bisschen die Herausforderungen anzieht. Es „lernt“ also mit uns, wie fit wir sind. Schafft der User seine Ziele dann nicht, so soll es aber auch nachsichtig sein. Ein großes Plus: Angeblich hält der Akku des Vivofit für ein volles Jahr.
Alle Infos findet ihr hier

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Es geht noch so viel mehr

Aber natürlich ist das nur der Anfang. Die meisten Neuveröffentlichungen sind dafür da, das Bild unseres „Gemessenen Selbsts“ immer weiter zu vervollständigen. Mehr Daten, mehr Informationen, mehr Intelligenz und somit noch mehr Motivation und Antrieb.

Besonders spannend finde ich da folgende Produkte:

Intelligente Waage
Withings: Smart Body Analyzer

Diese Waage misst nicht nur sehr genau unser Gewicht, den Fett- und Wasseranteil des Körpers sondern liefert gleichzeitig auch den BMI und die Herzfrequenz-Werte. Zusätzlich – daher sollte man die Waage im Schlafzimmer aufstellen – überprüft sie die Luftqualität und CO2-Anreicherung und quakt per App, sobald man lüften sollte. Denn: natürlich verbindet sich diese entzückende Waage per WiFi mit dem Smartphone und schickt dort automatisch alle Daten hin. Den Smart Body Analyzer gibt es bereits auf dem Markt. Mehr findet ihr hier
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Intelligenter Schlaf
Mein Fitbit Flex überwacht auch meinen Schlaf und zeigt mir neben der Schlafqualität die Häufigkeit des Aufwachens. Parallel nutze ich schon seit 2 Jahren die Sleep Cycle-App . Diese überwacht ebenfalls den Schlaf und weckt mich in einem Zeitfenster von einer halben Stunde vor meiner Weckzeit sobald sie bemerkt, dass ich in einer leichteren Schlafphase bin. Und das funktioniert wirklich! Ich finde die App großartig und wache seitdem deutlich erholter auf. Das Fitbit Flex kann das leider nicht. Also gibt es dafür natürlich jetzt auch eine Lösung:
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Withings: Aura
Deshalb finde ich dieses neue Produkt von Withings interessant. Es besteht aus einer Matte, die unter die Matratze kommt, einer App auf dem Smartphone und einem LED-Schlaf-und-Wecklicht. Sowas ähnliches ist ja auch das Wakelight von Philips, jedoch ist dies natürlich nicht intelligent.
Das Aura kombiniert nämlich die Daten aus Schlafbewegung, Herz- und Atemfrequenz und weckt dich dann mit dem Licht dem angepasst. Mal schauen wie dort die Reviews sind. Hier findet ihr dazu mehr

Intelligente Muskelmessung
Wir können natürlich unsere Aktivitäten messen wie verrückt und dabei dennoch falsch trainieren und nicht an Muskeln oder Fitness dazu gewinnen. Ähnlich wie all die Gestalten, die man seit Jahren aus dem Fitness-Studio vom Sehen kennt, die also auch immer dort sind aber einfach nur vor sich hinmuckeln ohne echten Trainingsplan oder  ihr Training mal zu verändern und sie sehen seit Jahren immer gleich aus. Kein Zugewinn, keine Veränderung. Einfach durchgehend zu schwaches und zu wenig abwechslungsreiches Training. Um das zu verhindern gibt es jetzt das:
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Skulpt: Aim
Ein Device – so groß wie ein iPhone – welches man an die Haut hält und das dann mit elektrischen Impulsen die Qualität und Beschaffenheit der Muskulatur an dieser Stelle misst und darüber natürlich per App „Buch führt“. Wird gerade noch auf Indiegogo gefundet, ist aber jetzt schon ein großer Erfolg und klingt tatsächlich spannend. Hier alle Infos

Einfache Pulsmessung
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LG: Heartbeat Earphones

Prinzipiell habe ich kein Problem mit dem Polar-Gurt Sport zu machen. Bequem ist der aber sicherlich nicht auf Dauer. Die neuen Ohrstöpsel von LG sollen direkt beim Musikhören den Puls messen und senden diese an eine eigene App, können aber auch mit FitnessPal, RunKeeper und anderen Apps verbunden werden. Hier findet ihr den Artikel von Mashable

Intelligenter Sonnencoach

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Ein superspannendes Thema finde ich den June von Netatmo. Ein modisches Armband (über den Style lässt sich streiten, aber ich finde den Ansatz interessant) welches immer die Sonneneinstrahlung misst, welche auf die Haut trifft. Und natürlich direkt warnt, wenn man sich die Haut schädigt, in den Schatten gehen sollte oder der aufgetragene Sonnenschutz nicht mehr wirkt. Das ist wirklich ein intelligentes und fantastisches Tool!
Die Seite findet ihr hier

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Der Babalot Play ist der erste intelligente Tennis-Schläger und soll für den perfekten Schwung sorgen. Hier mehr Infos dazu

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Der Lumo Lift ist ein kleines Schnuppelchen, welches man sich als intelligenten Schmuck an die Kleidung hängen soll und das einen „verhaut“ sobald man eine schlechte Haltung hat. Gerade stehen! Haltung! Das Ding würde bei mir – wenn ich am Schreibtisch sitze – wahrscheinlich durchgehend brummen. Hier findet ihr mehr

Intelligente Pflanzenpflege darf man natürlich auch nicht vergessen. Ich habe es sehr schwer mit meinen Pflanzen. Meine Daumen sind alles andere als grün und ich muss mich immer dazu selbst ermahnen sie zu gießen und düngen. Aktuell nutze ich dafür die von mir mitkonzipierte Pflanzenfinder App mit Gießalarm von OBI. Aber natürlich gibt es dafür jetzt auch ein Gadget:
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Parrot: Flower Power
Ein lustiges Tool, welches in den Boden des Garten oder einen Blumentopf gesteckt wird und dabei die Bodenqualität, die Sonneneinstrahlung etc. misst und einen dabei hilft seine Pflanzen optimal zu pflegen. Wie das Ding es hinbekommt alle Pflanzen gleichzeitig zu retten ist mir noch nicht ganz klar. Mehr findet ihr hier

Hunde-Activity-Tracker
Da ich ja eine ziemliche Hundetussi bin, interessieren mich natürlich auch für die Gadgets für Hunde und Haustiere im Allgemeinen.
Dieses Jahr werden gleich zwei Activity-Devices veröffentlicht, die einfach am Halsband des Hundes angebracht werden und dann genauso wie ein Fitbit für Wauzer funktionieren. Was das soll? So trackt man nicht nur die Bewegung und die Ruhephasen des Tieres, sondern kann auch checken wenn der Hund einmal zu wenig Bewegung oder auch Schlaf bekommt und dies vielleicht parallel Auswirkung auf Gesundheit oder Stimmung hat. Dies liefert sicher Informationen und Zusammenhänge, die man sonst nicht begreifen würde.

Das eine Device -welches schon in den USA und Canada erhältlich ist – heißt Whistle.
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Vom Design finde ich das Whistle echt schön. Das Thema ist für mich als Hundebesitzer auf jeden Fall spannend.
Hier findet ihr alle Infos

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Fitbark
wird dieses Frühjahr erst auf den Markt kommen, hat ähnliche Features wie das Whistle, wirkt für mich jedoch noch ein Stück weit mehr ausgereift. Wenn werde ich wohl zum Fitbark tendieren. Mal schauen. Hier könnt ihr euch darüber informieren

 

Ich finde es echt inspirierend wie hilfreich manche Tools sein können. Und klar, manche sind auch wundervoll überflüssig, aber dennoch spannend.
Welches Gadget würde ihr euch sofort bestellen? Und was würdet ihr euch in den nächsten Jahren wünschen?

1 Comment

  1. digital love Quantified self - warum ist es so unfassbar spannend sich selbst zu tracken? » digital love
    9. Januar 2014

    […] dieses Jahr endgültig auch in Deutschland durchstarten und komplett in der breiten Masse ankommen. Aktuelle Produktvorstellungen zu dem Thema überschlagen sich und in der Bahn morgens sieht man inzwischen an wirklich vielen Handgelenken die Activity Tracker […]

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